EU – Projekt „Europäische Städte – Verbunden durch Kunst“

Das BRG/BORG Wolfsberg hat mit der Partnerschule in Varpalota (Ungarn) ein von der EU großzügig gefördertes kulturelles Austauschprogramm genehmigt bekommen. Geplant sind kulturelle und künstlerische Aktivitäten der beiden Schulen, sowohl im eigenen Bereich als auch mit der Partnerschule gemeinsam. Es wird zu gegenseitigen Besuchen bzw. Austausch von beteiligten Schülern kommen. Diese Aktivitäten sind von der EU bereits finanziert und mit keinerlei Kosten für die Eltern verbunden. Für die teilnehmenden SchülerInnen ergibt sich kein wesentlicher Mehraufwand.
Am zweijährigen Projekt nehmen folgende Lehrpersonen teil: Dir. Peter Reischl, Mag. Günther Dohr, Mag. Andrea Fian, Mag. Andrea Hirsch, Mag. Anna Markut und Mag. Nicole Schatz. Von Lehrkräften angeleitet, werden TeilnehmerInnen ab Oktober 2020 ihre nähere Umgebung im Lavanttal genauer betrachten und künstlerisch (Fotos, Zeichnungen, Malereien…) gestalten. Dabei werden spezielle fotografische und bildnerische Techniken geübt und vertieft, kreative und digitale Qualitäten erworben. Das war die Planung, wie sie von der EU finanziert wurde.
Aufgrund der Coronakrise konnte ein Großteil der für das Schuljahr 2020/21 geplanten Aktivitäten leider nicht durchgeführt werden. Einerseits war es die Abwesenheit der Schüler in den Klassen, auf der anderen Seite gab es Restriktionen jeder Art, sodass zum Beispiel Aufenthalte an geplanten Orten mit Gruppen nicht mehr erlaubt waren.
Einiges gelang aber trotzdem: Im September 2020 informierten die Lehrkräfte die SchülerInnen über das Projekt und wählten mit Zustimmung der Eltern interessierte aus. Auch die Registrierung bei eTwinning und bei Twinspace erfolgte.
Am 20. Oktober 2020 wurde mit den SchülerInnen in der Stadt Wolfsberg eine Exkursion durchgeführt. Ein externer Fotoexperte (Mag. Josef Barth) machte zuerst die Jugendlichen mit fotografischen Tricks und Möglichkeiten vertraut, wie man auch mit geringem Aufwand bzw. Handys zu guten Bildern gelangen kann. Technische Gegebenheiten, die sie später bei der Bearbeitung unterstützen, wurden genau besprochen, damit alle in der Praxis gewisse Kenntnisse anwenden konnten. Bei der vierstündigen Wanderung wurden die Teilnehmerinnen immer wieder auf Motive und deren Umsetzung in Fotos aufmerksam gemacht, sodass sie mit großem Eifer und Erfolg unterwegs waren. Die Vorteile für die Teilnehmenden sind vielfältig. Eine neue Sicht auf viele Dinge, speziell auch Details, fotografische und bildnerische Techniken in praktischer Anwendung (Perspektive, Farbstrukturen, Kreatives Einbeziehen des Vorder- und Hintergrundes, Wirkung der Farben....) bleiben gewiss in lebhafter Erinnerung und helfen auch in Zukunft bei vielem. Kreative und digitale Qualitäten wurden deutlich verbessert.
In der letzten Schulwoche erfolgte die Bearbeitung des Fotomaterials. SchülerInnen lernten in einem Workshop Tricks kennen, wie sie mit dem Programm "Gimp" Einfluss auf Farbe, Form und Gestaltung ihrer Fotos nehmen können. Außerdem beschäftigten sich die SchülerInnen im Fach "Bildnerische Erziehung" einen ganzen Vormittag mit dem Projekt. Sie setzten sich mit ihren eigenen ausgedruckten Fotos, die bei der Fotoexkursion im Oktober entstanden waren, noch einmal auseinander und gestalteten mit ihnen Plakate. Die Resultate sind wirklich sehenswert. Alle beteiligten SchülerInnen hatten große Freude, ihre Ideen rund um das Thema verwirklichen zu können.